Die Geschichte des Monastiri

 

Historischer Umfang


Schon in den ersten gedruckten Grundbuchsunterlagen, die um 1770 datieren, geben Auskunft über die Bebauung des Grundstücks. Ursprünglich als „Schottendurchhaus“ – weil im Besitz des Schottenstifts – bezeichnet, war die Gegend auch als Rofranogasse bekannt und hatte einen zwielichtigen Ruf. Adelige, aber auch bürgerliche Raufbolde, trafen sich hier an den Ufern des Ottakringer Bachs, um Ehrenhändel und ähnliches auszutragen. Wie auch aus dem Leben Mozarts bekannt war, zählte die Gegend rund um den Spittelberg auch moralisch nicht zu den feinsten.

Das Gebäude in seiner heutigen Form wurde von dem bekannten Wiener Baumeister August Engelbrecht 1847 erbaut. Neben der damals gewohnten Bauweise, den Höhenunterschied durch drei Höfe auszugleichen, griff Engelbrecht auf architektonische und dekorative Formen aus dem Mittelalter und der Renaissance – vor allem aus Italien – zurück, was architekturgeschichtlich als „Frühhistorismus“ bezeichnet wird.

Als das Gebäude 1860 vom Erzbistum Olmütz übernommen wurde, war die Gegend zu einem florierenden Teil Wiens geworden. Neben gutbürgerlichen Mietern, Gewerbetreibenden, Gastwirtschaften und der Mädchenschule St. Ulrich wurde ein Teil sogar in ein Kloster umgewandelt, um reisenden Gläubigen und Ordensbrüdern eine Unterkunft zu gewähren. Durch die Wirtschaftskrise des ausgehenden 19. Jahrhunderts ließ das Erzbistum seine Besitztümer allerdings aus Kostengründen verkommen und so ging es von 1911 an durch die Hände mehrerer Besitzer, die sich nicht besonders darum kümmerten. Weiters trugen Bombenschäden aus dem 2. Weltkrieg zur Verwahrlosung des Hauses bei.

Obwohl sich mit der Mietrechts-Novellierung von 1986 das Blatt zum Guten zu wenden schien, kam es zu Mieterkonflikten, die 1988 beendet wurden, indem man das Haus unter Denkmalschutz stellte. Erst sieben Jahre später begann man mit dem Verkauf der einzelnen Wohnungen und Lokale, wobei man es den neuen Besitzern freistellte, ihr Eigentum auf eigene Kosten nutzbar zu machen. So begann eine neue Ära des „Bräundlhaus Neustiftgasse“.

Der römisch-katholische Schutzheilige des Hauses und des Durchgangs ist übrigens der Heilige Nepomuk, der gegen Überschwemmungen schützen soll, die es bis ins 20. Jahrhundert herein durch den Ottakringerbach gegeben hatte.

Vom Kloster zum Monastiri

Seit dem Mai 2000 beherbergt der der Neustiftgasse zugewandte Teil des „Bräundlhauses“ das Kristian’s Monastiri. Nach fast dreijährigen Renovierungsarbeiten am Gebäude, bei denen auf die vom Denkmalschutz vorgegebenen Richtlinien besonders Rücksicht genommen wurde, präsentierte sich das neue Restaurant in den historischen Gemäuern des ehemaligen Klosters des Bistum Olmütz.

Bei der Gestaltung des Lokals wurde mit Liebe zum Detail auf die individuelle Note Rücksicht genommen. Der Designer Günther König war maßgeblich daran beteiligt und verlieh dem Lokal seinen einzigartigen „Look“.

10 Jahre Monastiri – Eine Erfolgsgeschichte

Das von jeher individuelle Konzept in der Gestaltung der Räume setzt sich auch im kulinarische Motto fort: von bodenständig bis außergewöhnlich, von Österreich über Italien bis zur Neuen Welt, und von Kleinigkeiten bis zum Gourmetmenü.

Seit 2006 darf sich das Monastiri auch mit einer Haube schmücken, die von „Gault Millau“ vergeben werden. Andere Gourmet-Führer, wie „A La Carte“ stimmen in diesen Lobgesang ein. Der kulinarische Cross-Over mit österreichischen Wurzeln, den das Küchenteam rund um Georg Rotböck und Jürgen Winter immer wieder neu erfindet, ist das Rückgrad dieses Erfolges. Dazu kommen meist heimische Weine und Destilationen, immer ergänzt mit internationalen Gusto-Stückerln.

Seine Individualität lebt das Monastiri aber auch heute nach wie vor besonders aus. Ob durch allgemeine Vorgaben (Nichtraucherbereich) oder persönliche Ideen von Christian Gansterer, das Monastiri lebt, gedeiht, fesselt und fasziniert Jahr für Jahr aufs Neue.



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  • Neue Speisekarte Ende April 2012

    tl_files/monastiri/artikel-bilder/P1040554.jpgSaisonfrisch aus dem Marchfeld, Löwenzahn und viele frische Kräuter-Muntermacher
    von Wald & Wiese bilden die aktuelle Speisekarte:

     

    Marchfelder Spargel, als Klassiker oder einfach anders

    Hochlandrind, Jakobsmuschel & Blunzn

    oder Monastiris Kalmar mit Sauerampfer, geräuchertem Paprika und Okraschoten.

    Danach noch ein Rhabarber-Tarte mit Ziegenfrischkäseeis oder Süssholz Creme Brulée!

  • Neue Speisekarte im März 2012

    fulminanter Start ins Frühjahr mit neuer Speisekarte.

     

    Es erwarten Sie: Forelle aus dem Salzkammergut mit jungem Kohlrabi,
    Geschmorte Kalbsbackerl, Lammrücken und vieles mehr.

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